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Unsere AGB's

Allgemeine Geschäftsbedingungen für Werkverträge mit „Verbrauchern" (private Auftraggeber)

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima empfiehlt den Unternehmern des Installateur und Heizungsbauer-, Klempner-, Ofen- und Luftheizungsbauer-, Behälter- und Apparatebauer-Handwerks unverbindlich, nachstehende Allgemeine Geschäftsbedingungen für Werkverträge gegenüber "Verbrauchern"/privaten Auftraggebern zu verwenden. Den vorgenannten Unternehmern steht es frei, der Empfehlung zu folgen oder andere Geschäftsbedingungen zu vereinbaren.

„Verbraucher" ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB).

 

I. Allgemeines

Maßgebliche Vertragsgrundlage für den vom Unternehmer auszuführenden Auftrag des Verbrauchers sind vorrangig individuelle Vereinbarungen sowie nachrangig die nachstehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Alle Vertrags­ abreden sollen schriftlich, in elektronischer Form (§ 126a BGB) oder in Textform (§ 126b BGB) erfolgen.

II.  Angebote und Unterlagen

Angebote, Kalkulationen , Pläne, Zeichnungen, Berechnungen, Kostenanschläge oder andere Unterlagen des Unternehmers dürfen ohne seine Zustimmung weder vervielfältigt oder geändert noch dritten Personen zugänglich gemacht werden. Bei Nichterteilung des Auftrags sind die Unterlagen einschl. Kopien unverzüglich an den Unternehmer heraus­ zugeben. Bei von ihm verschuldeter Unmöglichkeit der Herausgabe haftet der Verbraucher auf Schadensersatz.

III.  Preise

1.  Für erforderliche/notwendige Arbeitsstunden in der Nacht (20:00 bis 06:00 Uhr) oder an Sonn- oder
     Feiertagen werden die ortsüblichen Zuschläge berechnet.
2.  Soweit erforderlich, werden Strom-, Gas-, Wasser- oder Abwasseranschluss dem Unternehmer
     unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Verbrauchskosten trägt der Unternehmer.

IV. Zahlungsbedingungen und Verzug

1.  Nach Abnahme des Werkes sind Rechnungen sofort fällig und zahlbar. Alle Zahlungen sind auf das
     Äußerste zu beschleunigen und vom Verbraucher ohne jeden Abzug nach Abnahme und spätestens
     binnen 14 Tagen nach Rechnungserhalt an den Unternehmer zu leisten.
     Nach Ablauf der 14-Tages-Frist befindet sich der Verbraucher in Verzug, sofern er die Nichtzahlung zu
     vertreten hat.

2.  Der Verbraucher kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen
     aufrechnen.

V. Abnahme

Die vereinbarte Werkleistung ist nach Fertigstellung abzunehmen, auch wenn die Feinjustierung der Anlage noch nicht erfolgt ist. Dies gilt insbesondere bei vorzeitiger Inbetriebnahme (Baustellenheizung).
Im Übrigen gilt§ 640BGB.

VI. Sachmängel -  Verjährung

1.   Soweit der Hersteller in seinen Produktuntertagen oder in seiner Werbung Aussagen zu einer
      besonderen Leistung, Beschaffenheit oder Haltbarkeit seines Produktes macht
      (z.B. 10jährige Haltbarkeitsgarantie), werden diese Herstelleraussagen nicht zu einer vereinbarten
      Beschaffenheit des Werkvertrages.

2.  Die Mängelansprüche des Verbrauchers verjähren gemäß § 634a Abs.1 Nr.2 BGB in fünf Jahren
     ab Abnahme bei Abschluss eines Werkvertrages für Arbeiten an einem Bauwerk.
     a)  im Falle der Neuherstellung oder Erweiterung der Gebäudesubstanz (Auf-, Anbauarbeiten)
     b)  oder in Fällen der Einbau-, Umbau-, Erneuerungs- oder Reparaturarbeiten an einem bereits
          errichteten Bauwerk, wenn die Arbeiten
           -- bei Neuerrichtung des Gebäudes zu den Bauwerks­ arbeiten zählen würden,
           -- nach Art und Umfang für Konstruktion, Bestand, Erhaltung oder Benutzbarkeit
               des Gebäudes von wesentlicher Bedeutung sind
           -- und die eingebauten Teile mit dem Gebäude fest verbunden werden.

3.  Die Mängelansprüche des Verbrauchers verjähren gemäߧ 634a Abs.1 Nr.1 i. V. m. § 309 Nr.8b) ff)
     BGB in einem Jahr ab Abnahme bei Abschluss eines Werkvertrages für Reparatur-, Ausbesserungs-,
     Instandhaltungs-, Einbau-, Erneuerungs- oder Umbauarbeiten an einem bereits errichteten Bauwerk,
     wenn die Arbeiten nach Art und Umfang keine wesentliche Bedeutung für Konstruktion, Bestand,
     Erhaltung oder Benutzbarkeit des Gebäudes haben.

     Die einjährige Frist für Mängelansprüche gilt nicht, so­ weit das Gesetz eine längere Verjährungsfrist
     zwingend vorsieht, wie z. B.
     -- bei arglistigem Verschweigen eines Mangels (§ 634a Abs.3 BGB),
     -- bei Übernahme einer Beschaffenheitsgarantie oder
     -- bei werkvertraglicher Haftung für Schäden aus der Verletzung des  Lebens, des Körpers oder der
         Gesundheit durch vorsätzliche oder fahrlässige Pflichtverletzung des Unternehmers,
         seines gesetzlichen Vertreters oder seines Erfüllungsgehilfen
     -- sowie bei Haftung für sonstige Schäden durch vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzung
        des Unternehmers, seines gesetzlichen Vertreters oder seines Erfüllungsgehilfen.

4.  Von der Mängelbeseitigungspflicht sind Mängel ausgeschlossen, die nach Abnahme durch schuldhaft
     fehlerhafte Bedienung oder gewaltsame Einwirkung des Verbrauchers oder Dritter oder durch
     normale/n bestimmungsgemäße/n Abnutzungsverschleiß (z. B. bei Dichtungen) entstanden sind.

5.  Kommt der Unternehmer einer Aufforderung des Verbrauchers zur Mängelbeseitigung nach und
     a)  gewährt der Verbraucher den Zugang zum Objekt zum vereinbarten Zeitpunkt schuldhaft nicht
     oder
     b)  liegt ein Mangel am Werk objektiv nicht vor und hat der Verbraucher diesbezüglich schuldhaft
          gehandelt, hat der Verbraucher die Aufwendungen des Unternehmers zu ersetzen.
          Mangels Vereinbarung einer Vergütung gelten die ortsüblichen Sätze

VII. Versuchte Instandsetzung

Wird der Unternehmer mit der Instandsetzung eines bestehenden Objektes beauftragt (Reparaturauftrag) und kann das Objekt nicht instand gesetzt werden, weil
     a)   der Verbraucher den Zugang zum Objekt zum vereinbarten Zeitpunkt schuldhaft nicht gewährt
     oder
     b)   der Fehler/Mangel trotz Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht gefunden
           oder nach Rücksprache mit dem Verbraucher nicht wirtschaftlich sinnvoll beseitigt werden kann,
           ist der Verbraucher verpflichtet, die entstandenen Aufwendungen des Unternehmers zu ersetzen,
           sofern nicht die Undurchführbarkeit der Reparatur in den Verantwortungs­ oder Risikobereich des
           Unternehmers fällt.

VIII. Eigentumsvorbehalt

Soweit kein Eigentumsverlust gemäß §§ 946ff BGB vorliegt, behält sich der Unternehmer das Eigentum und das Verfügungsrecht an den Liefergegenständen bis zum Eingang sämtlicher Zahlungen aus dem Vertrag vor.

 

 

Fassung 30.01.2016

© Zentralverband Sanitär Heizung Klima, Rathausallee 6, 53757 St. Augustin,

Telefon (0 22 41) 92 99-0, Telefax (0 22 41) 2 13 51,

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